Conférences, événements professionnels

Peter Sloterdijk im Gespräch mit Manfred Osten

Planetarischer Friede im "Raumschiff Erde"?

25.04.2017
20:00:00 - 22:00:00
(mit Pause)
In seinem vielbeachteten Buch „Was geschah im 21. Jahrhundert“ hat Peter Sloterdijk eindrücklich dargelegt, dass das „Rauschiff Erde“ im Zeitalter der Globalisierung nur dann zukunftsfähig ist, wenn es gelingt, dieses „Raumschiff“ zu bewahren gegen die kriegerischen Exzesse jener „extremistischen Vernunft“, die das vergangene Jahrhundert geprägt haben.
Um dies zu gewährleisten, fordert Sloterdijk im Interesse eines planetarischen Friedens eine völlig neue Vorgehensweise auf allen Feldern- von der Ökonomie bis hin zur Philosophie.
Im Gespräch mit dem Autor und Genrealsekretär der Alexander von Humboldt Stiftung, Dr. Manfred Osten, wird hierbei unter anderem Sloterdijks Frage im Zentrum stehen, ob die Menschheit zu Frieden und zur „Selbstzähmung“ fähig ist angesichts „der Wiederkehr der Verwahrlosung auf der Höhe der Zivilisation“ (Sloterdijk.
Krieg und Frieden- Konflikte in der Welt
In der TRIFOLION-Reihe HORIZONTE im Jahr 2017 geht es um das Themengebiet „Frieden“ und seine Grundlagen. Unsere Welt scheint heute mehr denn je geprägt zu sein von politischen, ökonomischen und sozialen Krisen, von innerstaatlichen wie internationalen Kriegen, hierunter auch Konflikte zwischen Kulturen.
Das TRIFOLION möchte diesen Phänomenen nachspüren und der Frage nachgehen, ob eine friedliche und friedfertige Welt im zwischenmenschlichen wie im Bereich der Staaten möglich ist, oder ob Friede stets nur eine Utopie, als Abwesenheit von Krieg, bleiben wird. Wie können derzeitige Konflikte oder gar Kriege erklärt werden, was bedeuten sie für uns in Westeuropa und vor allem, wie lassen sie sich verhindern? Mit der Vortrags- und Talkreihe soll einerseits ein Blick auf globale, politische und soziale Phänomene geworfen werden, aber auch der Frage nach den Möglichkeiten und Verantwortungen des Westens oder auch jedes einzelnen Bürgers in seinem Umfeld nachgegangen werden.
Wenn Frieden mehr als nur die bloße Abwesenheit von Krieg ist, stellt sich ebenso die Frage, ob der Westen in Frieden lebt. Neue Wirtschaftsordnungen, neue Kommunikationskanäle und eine real erscheinende Virtualität bergen moderne Gefahren, die die friedliche Welt gefährden. Cyberkriege und Terrorismus stellen eine Bedrohung des 21. Jahrhunderts dar. Sind dies die (bereits gegenwärtigen) Kriege des 21. Jahrhunderts?
Mit dem Wunsch, einen Beitrag zum Verständnis vom Frieden und einen Impuls für friedfertiges Handeln zu leisten, gehen Experten, die zum Thema publizieren oder eine öffentliche Meinung vertreten, genau diesen Fragestellungen nach.
 
Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Luxembourg School of Religion and Society
 

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